Unsere Philosophie
     
  Wir sind - natürlich - "bio"!  
     
   
  Seit mehr als zwanzig Jahren sind wir Mitglied des Demeter-Verbandes und bewirtschaften den Quellenhof biologisch-dynamisch
- aber was heißt das eigentlich genau?
 
     
  Die biologisch-dynamische Landbaumethode, nach der wir arbeiten, gründet sich auf die Anthroposophie Rudolf Steiners.
Danach bildet ein landwirtschaftlicher Betrieb ein harmonisches Gefüge, in dem Boden, Pflanze, Tier und Mensch zusammenwirken. Alle Teile dieses ausgewogenen "Organismus" - Steiner nennt sie "Organe" - haben dabei eine wichtige Rolle: Sie tragen gemeinsam und fein aufeinander abgestimmt zum Gedeihen und Funktionieren des Gesamten bei. (mehr)

Am Beispiel wird's konkret: Die Größe der Ackerfläche etwa bestimmt wegen der benötigten Futtermenge die Anzahl der Tiere. Deren Mist wiederum wird zur Düngung der Felder verwendet, sollte aber auch nicht im Überfluss vorhanden sein. Hier gilt die Faustregel: Ein Rind je Hektar Land. Ferner wird versucht, alle Produkte direkt vom Hof zu vermarkten, um kostspielige Umwege für den Verbraucher über Großhändler, lange Lieferwege etc. zu vermeiden. Im besten Fall ist ein Bio-Hof ein überschaubares, nahezu autarkes System.

 
     
  Unser Motto: Täglich Boden gut machen!  
 

Das A und O der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist ein gesunder Boden. Durch natürliche Methoden soll er fruchtbar und lebendig bleiben:

Der Verzicht auf synthetische Mineraldünger ist für uns selbstverständlich. Gedüngt wird hier ausschließlich organisch, d.h. mit eigens präpariertem Rindermist aus eigener Tierhaltung und Kompost. So ersparen wir unserem Stückchen Land seinen Anteil an den Unmengen von Mineraldüngern und Spritzmitteln, die jährlich über deutsche Äcker ausgeleert werden.

In der Ruhe liegt die Kraft: Unsere Äcker dürfen auch mal ausruhen und werden nicht jährlich mit Verkaufsfrüchten bestellt. Eine ausgeklügelte Fruchtfolge, die genau auf unseren Boden abgestimmt ist sorgt dafür, dass der Boden Zeit zur Regeneration findet (Klee, Weizen, Hackfrüchte wie Kartoffeln, Rüben oder Gemüse, Weizen, Roggen oder Dinkel, schließlich Hafer oder Amaranth, dann wieder Klee).

Durch die gezielte Aussaat von Schmetterlingsblütlern wie Klee, Wicken, Erbsen oder Bohnen reichern wir den Boden mit Nährstoffen an. Diese Pflanzen leben in Symbiose mit den Bodenbakterien und binden den Stickstoff, den diese Pflanzen aus der Luft beziehen, im Acker. So muss vor der folgenden Aussaat nicht mehr gedüngt werden. Ein weiterer Vorteil des Klees: Wir können ihn an die Kühe verfüttern; außerdem wird er zwei- bis dreimal im Jahr gemäht und schwächt dadurch das Unkraut.

 
     
  Wir sind bewusst nicht die Größten:  
  Die Bodenbearbeitung erfolgt bei uns nicht mit einem gigantischen Maschinenpark, sondern so schonend wie möglich, um unnötigen Druck auf das natürliche Bodenleben sowie eine ungünstige Verdichtung des Bodens zu vermeiden. Wir bestellen unsere Felder mit leichten Ackerschleppern, Motor- und Radhacken sowie ganz simpel: in Handarbeit! Auf einem Bio-Hof wie unserem sind etwa viermal so viele Hände nötig wie auf einem entsprechenden konventionellen Hof.  
     
  Manche unserer Mitarbeiter haben sechs Beine  
 

Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel (Pestizide) wie Unkrautbekämpfungsmittel oder Pilzbekämpfungsmittel sowie Wachstumsregulatoren haben bei uns keinen Platz. Durch einen pflanzen- und bodengemäßen Anbau können wir viele der klassischen Kümmernisse der konventionellen Landwirtschaft von vornherein vermeiden. Und suchen unseren Weizen dennoch einmal die Läuse heim, hilft sich die Natur selbst und schickt die zuständigen Fraßfeinde hinterher: In unseren vielfältigen Blumenwiesen und Heckenpflanzungen haben alle Arten von Krabbeltieren und Vögel sowie die heimische Kleintierwelt ein gutes Auskommen.

 
     
  Rinder im Laufstall  
  Auf einen Bio-Hof gehören natürlich auch Tiere: Davon, dass es unseren Rindern - Angus x Rotbunt - gut geht, kann sich jeder gerne überzeugen. Sie stehen Winters unweit vom Laden im "Laufstall", in dem sie sich frei bewegen, beschnuppern oder auch gemütlich zum Wiederkäuen ins Stroh legen können. Im Frühjahr zieht die ganze Herde auf die Weide um - ein Ausflug, der schon so manchen Bullen zu gewagten Freudensprüngen oder Abstechern in den anliegenden Steinbach verleitet hat ... Artgerechtes Futter ohne wachstumsfördernde Zusatzstoffe, Medikamente oder gar Tiermehl, schmeckt den Tieren und garantiert, dass Sie am Ende ein gesundes Stück Fleisch genießen können. (mehr dazu)  
     
     
     
  Bitte achten Sie bei Ihrem Einkauf auf die Warenzeichen der Bio-Verbände (Demeter, Bioland, Naturland ...) und die Öko- Kontrollnummer, dann bekommen Sie tatsächlich ökologisch erzeugte Produkte.
 
     
  Schmetterling und Biene  
  Klatschmohn im Getreidefeld  
  beim Unkraut jäten  
  Feldarbeit